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Unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Pneumokokken-Impfung

 

Ich möchte einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 9.1.17 zum Anlass nehmen, die Einstellung unserer Praxis bezüglich der Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumokokken-Impfung) darzustellen.

 

In dem Artikel wurden die verschiedenen Empfehlungen beschrieben bezüglich der Impfungen mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff und dem 13-valenten Konjugat-Impfstoff.

 

Erster Impfstoff wird von der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes favorisiert für Personen > 60 Jahre und als Indikationsimpfung für Personen > 16 Jahre.

 

Zweiter Impfstoff wird bei gleicher Altersgruppen-Indikation empfohlen in der S3-Leitlinie. Diese Leitlinie wird erarbeitet von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, der Paul- Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie, der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, des Kompetenznetzwerks CAPNETZ, der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie, der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin und der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie. Zusätzlich spricht sich das Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) in Atlanta, Georgia, USA für den Konjugatimpfstoff aus.

 

Unsere Praxis folgt den Empfehlungen für den 13-valenten Konjugatimpfstoff, zusätzlich auch wegen den in den letzten Jahren immer wieder auf internationalen pneumologischen Fortbildungen diskutierten Ansichten.

 

Dies ist eine Entscheidung auf Grund der aus den Diskussionen und Empfehlungen gewonnenen Einstellung dieser Praxis. Es soll ausdrücklich erwähnt werden, dass hiermit der 23-valente Polysaccharidimpfstoff und die Empfehlung der STIKO zur Verwendung desselben selbstverständlich als zweite, potente Möglichkeit der Vakzination bestehen bleibt.